Schafkopf spielen

SchafkopfDas Kartenspiel Schafkopf wird gerne als Mutter der Trumpfspiele bezeichnet und wurde bereits im 19. Jahrhundert gespielt. Doch trotz des hohen Alters, hat das Kartenspiel nicht an seinem Reiz verloren. Schafkopf paart sich mit Geselligkeit, seiner komplexen Spielweise und der bayrischen Urtümlichkeit. Das Kartenspiel wird dabei mit einem bayrischen Kartenblatt gespielt, außerdem ist es empfehlenswert dazu die Schafkopf Sprache zu erlernen. Denn wer in der Lage diese Sprache zu beherrschen, kommt auch sehr schneller mit der Spielstrategie zurecht. Doch um alle Tricks und Kniffe zu können, bedarf es viel Zeit und Erfahrung.

Am Anfang

• Schafkopf wird mit vier Spielern gespielt
• Es gibt insgesamt 32 Karten
• Jeder einzelne Karte besitzt einen „Augenwert“, wie zum Beispiel der König besitzt 4 Augen und das Ass hat 11 Augen.
• Sämtliche Karten zusammengezählt, gibt es 120 Augen
• Gewonnen hat die Partei, welche über mindestens 61 Augen verfügt, bei nur 60 Augen hat die Gegenspielerpartei gewonnen.
• Jeweils im Uhrzeigersinn, legen die Spieler eine Karte auf den Tisch.
• Die Karten müssen bedient werden, die Farbe welche ausgespielt wurde, muss auch hingelegt werden. Ist die passende Farbe nicht vorhanden, kann frei gewählt werden, welche als nächstes zum Einsatz kommt.
• Die Karten mit Joker Status stellen den Trumpf dar. Welche Karte aktuell Trumpf ist, ist von Spiel zu Spiel unterschiedlich.

Schafkopf – Der Ablauf

Zu Anfang werden die Karten gründlich gemischt und verteilt. Jeder der Spieler erhält acht Karten. Zum Spielen gehören legen oder klopfen dazu. Werden nur vier von den achten Karten angeschaut, ist es möglich durch ein Klopfen auf die Tischplatte, die vorhandenen Spielwerte zu verdoppeln. Als nächstes können dann die restlichen Karten aufgenommen werden.

Beim Schafkopf wird von mehreren Spielarten unterschieden. Welche dabei zum Einsatz kommt, wird von den jeweiligen Spielern entschieden. Im Uhrzeigersinn wird dazu gefragt, was gespielt werden soll. Sind schlechte Karten vorhanden, sagt der Spieler einfach „weiter“, wenn gute Karten auf der Hand sind, sagt der Spieler „I dad“. Wenn die nachfolgenden Spieler damit einverstanden sind, sagen diese alle „weiter“. Möchte keiner ein Spiel gestalten, werden die Karten neu gemischt.

Wenn einem Spieler ein Spiel zusagt, fängt dieser auch an und spielt seine erste Karte aus. Die anderen Mitspieler spielen danach der Reihe ihre Karte aus. Wer dabei die stärkste Karte ausgespielt hat, darf alle vier bei sich verdeckt sammeln. Außerdem kann er die erste Karte für die nächste Runde spielen. Wenn zum Schluss sämtliche Karten ausgespielt wurden, kommt es zum Zählen der Kartenaugen. Wer dabei die meisten Punkte bzw. Augen erzielt hat, hat das Spiel gewonnen.

Das Blatt beim Schafkopf

Es gibt insgesamt vier Farben, wobei jede Karte unterschiedlich stark ausfällt. Das Ass ist die stärkste Karte, dann kommt die Zehn, gefolgt vom König, Dame und Bube. Weiter runter geht es mit der 9, 8 und 7. Der Spieler, welcher die höchste Karte in einer Runde ausgespielt hat, bekommt die jeweiligen vier Karten.

Verschiedene Spielarten

Beim Schafkopf gibt es verschiedene Spielarten, die gewählt werden können. Diese sind Abhängig von den Karten, der Reihenfolge und den Trumpfkarten.
Bei einem Partnerspiel, auch „Sauspiel“ genannt, spielen jeweils zwei Spieler zusammen. Bei einem Solospiel, muss der Alleinspieler immer mehr Augen am Ende haben, als die drei anderen Spieler zusammen.

Fazit

Das Kartenspiel Schafskopf wird mit vier Spielern gespielt. Am Anfang muss entschieden werden, welche Variante (Solospiel oder Sauspiel) zum Tragen kommt. Das Spiel läuft immer im Uhrzeigersinn. Derjenige, welcher die höchste Spielkarte ausspielt, bekommt alle Karten und darf die nächste Spielrunde eröffnen. Zum Schluss werden die Augen der ganzen Karten zusammen gerechnet.